Logo Jugend und FinanzenSchulserviceportal

Unterrichtspraxis

Finanzbildung heute

Didaktische Zielsetzung, Kompetenzorientierung und Fächerbezug

In der Sekundarstufe II festigen und intensivieren die Jugendlichen ihre inhaltlichen Kenntnisse und spezialisieren ihr Wissen auf dem Weg zur Allgemeinen Hochschulreife durch die Wahl von Leistungsfächern. Die Schülerinnen und Schüler können entweder in der regulären Gymnasiallaufbahn mit der erfolgreichen Versetzung in Klasse 11 in die Sekundarstufe II eintreten oder ihr qualifizierter Abschluss an der Real- oder Gesamtschule ermöglicht ihnen nach der 10. Klasse den Zugang zum höheren Bildungsweg, der in einigen Bundesländern auch an Gesamtschulen angeboten wird. Die Finanzbildung orientiert sich auch in den Klassenstufen 11 bis 13 am Kompetenzmodell. Der Unterricht baut dabei auf die Inhalte aus der Sekundarstufe I auf. Das den Schülerinnen und Schülern schon bekannte inhaltliche Feld der ökonomischen Bildung wird dabei zum Teil vertieft, die Jugendlichen erschließen aber auch neue Gebiete der Finanzbildung. Mehr und mehr steht in der Sekundarstufe II der gesamtwirtschaftliche Zusammenhang finanzieller Vorgänge im Fokus. Von persönlichen Aspekten im Umgang mit Geld und der nationalen und regionalen Wirtschaft verschiebt sich der Blick nun stark hin zu den Grundzügen der Weltwirtschaft und der globalisierten Märkte. Wie intensiv einzelnen ökonomischen Inhalten auf den Grund gegangen wird, hängt unter anderem von der fachlich-inhaltlichen Ausrichtung der Gymnasien ab. In Deutschland unterscheidet man humanistische und neusprachliche Gymnasien (Schwerpunkt: alte und neue Sprachen) sowie Schulen mit naturwissenschaftlich-technischem Inhaltsschwerpunkt und Wirtschaftsgymnasien. An letzteren sind die Fächer Betriebswirtschaftslehre (BWL) oder Volkswirtschaftslehre (VWL) Leistungsfächer, hier wird ökonomischen Inhalten mehr Unterrichtszeit eingeräumt als an den anderen Gymnasien. Allgemein lässt sich festhalten, dass die Jugendlichen zum Ende der Sekundarstufe II und mit dem Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife einen hohen Grad an Finanzkompetenz erreicht haben sollen. Sie können den Wirtschaftsfaktor privater Haushalte in Relation zum gesamtwirtschaftlichen Geschehen einordnen und die Funktion von Unternehmen in der marktwirtschaftlichen Ordnung und ihre Rolle für das gesellschaftliche Leben beschreiben. Darüber hinaus analysieren und vergleichen sie Wirtschaftssysteme, erörtern die Funktion einer Wirtschaftsordnung und beschreiben Aufgaben des Staates in der marktwirtschaftlichen Ordnung. Ebenso wird in der Sekundarstufe II verstärkt die Kompetenz ausgebildet, internationale Wirtschaftszusammenhänge nachzuvollziehen und dabei Grundlagen der globalisierten Wirtschaft zu analysieren sowie Chancen und Risiken der Globalisierung zu erörtern.

 

Artikel per E-Mail weiterempfehlenArtikel per E-Mail weiterempfehlenArtikel auf Google+ teilen

Social-Datenschutz Dienste aktivieren
(Datenschutz)
Weitersagen


printPageprintPageprintPage